Palmöl – fördernd oder zerstörend?

Wir finden Palmöl überall, in unserem Alltag, im Autotank, im Essen, sogar in der Kosmetik. Großkonzerne machen riesige Gewinne. Kleinbauern wird Land genommen und somit die Lebensgrundlage. Weitere Folgen sind Regenwaldzerstörung, Artensterben und Gesundheitsgefährdung.

 
 
Im Jahr werden ca. 66 Millionen Tonnen Palmöl hergestellt und ist somit das führende Pflanzenöl weltweit, im Jahre 2001 waren es in etwa 26 Millionen Tonnen. Zum Vergleich: Rapsöl ca. 27 Millionen Tonnen, heutzutage. Es steckt mittlerweile in jedem 2. Supermarktprodukt, in Deutschland. Weltweit erstrecken sich 27 Millionen Hektar Ölpalmenplantage. Warum es soviel genutzt wird? Es ist das billigste Pflanzenöl was man derzeit bekommen kann. Außerdem sind Ölpalmen sechsmal weniger platz einnehmend als Soja und fast dreimal ertragreicher als Raps. Aber was ist Palmöl überhaupt? Palmöl wird aus dem Fruchtfleisch der Ölpalme gewonnen. Anfangs fand man diese Pflanze nur in Afrika, heute gibt es Sie auch in Südamerika und in Südostasien. Diese Palme kann bis zu 30m hoch werden, trägt bis zu 6000 Früchte, welche insgesamt 50kg Gesamtgewicht erreichen können. Sie werden, nach der Ernte, mithilfe von Wasserdampf behandelt um eine Fettspaltung zu verhindern. Es ist rötlich gefärbt, aufgrund des hohen Carotingehalts. Letztlich gehört die Ölpalme zu der Familie der Palmengewächse. Ungefähr 70% des hergestellten Palmöls fließen in die Lebensmittelproduktion. Führende Palmölproduktionen sind in Indonesien und Malaysia. Wir haben jährlich einen enormen Zuwachs von bis zu 15%. Grundsätzlich gilt: ungesättigte Fettsäuren sind gut für unsere Gesundheit und gesättigte Fettsäuren eher schlecht. Gesättigte Fettsäuren finden wir beispielsweise in tierischen Produkten. Die ungesättigten Fettsäuren finden wir vor allem in Nüssen, also in unserem Palmöl. Palmöl enthält außerdem das sogenannte Triglycerid, was krebserregend sein kann. Wobei kleine Kinder stärker betroffen sind, da sie ein geringeres Gewicht aufweisen. Die besten Voraussetzungen für den Wachstum bietet unsere grüne Lunge der Erde – der Regenwald. Also werden Regenwälder abgeholzt, folglich wird Lebensraum von Tieren und Pflanzen zerstört. Stattdessen finden wir dann Monokulturen der Ölpalme. Durch das eben genannte verfahren und den trockenlegen von Torfmoorwäldern steigt die Treibhausgasemission enorm an. Natürlich hat Palmöl auch diverse Vorteile welche nicht zu verachten sind. Zum einen wäre da die Effektivität, die anfangs bereits erwähnt wurde. Zum anderen kann man mit den heutzutage findenden Studien behaupten das alle Lebensmittel irgendwie krebserregend sein können. Außerdem hat es Streichfähigkeit, bei Zimmertemperatur eine feste Konsistenz, hält sehr lange im Vergleich zur Butter und ist geschmacksneutral. Egal wie man zum Palmöl steht sollte man ein paar Dinge beachten. Zum Beispiel: das Kleingedruckte auf Lebensmittelpackungen lesen, den seit Dezember 2014 ist es verpflichtend anzugeben, das Palmöl enthalten ist. Man kann selber kochen und somit selbst entscheiden was man essen möchte und vor allem was in das essen hineinkommt. Auch kann man einfach beim Verkaufspersonal nachfragen welche palmölfreien Produkte angeboten werden. Dadurch bangen viele Unternehmen um die Akzeptanz ihrer angebotenen Produkte. Zum Schluss möchte ich Zum Schluss sollte gesagt werden das Palmöl nicht komplett ersetzt werden sollte, den das löst das Problem auch nicht den Ersatzprodukte brauchen ebenfalls Flächen zum wachsen und Ressourcen zum gedeihen. Daher sollte man den Konsum des Pflanzenöls enorm reduzieren, insgesamt könnte man mit allen Einsparungen bis zu 50% reduzieren, sagt WWF. Einsparungen können im Biokraftstoff und dem bewussterem Verbrauch von Lebensmitteln wie: Fertiggerichte oder Fleisch, vorgenommen werden. Fazit: Palmöl ist fördernd und zerstörend zugleich. Es ist schwierig wegzudenken und wesentlich schwieriger Alternativen zu finden. Durch unseren täglichen Konsum von Lebensmitteln sind wir und auch die Unternehmen, welche dieses verarbeiten, von Palmöl abhängig geworden. Es ist also schwierig zu sagen, in wie weit es ethisch vertretbar ist, was wir dafür opfern und zerstören müssen, um unseren, heutzutage, täglichen Bedarf gerecht zu werden..
Ein Hintergrundartikel von Justin Hanke

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